• Kostüm für einen Fantasiefilm
  • Aschenbrdel
    • Schloss Moritzburg - Ausstattung des Personals,
    • Barocke Kostüme für Damen, Herren und Kinder
    • Erstellung mehrere Kostüme für die Ausstellung 
    • „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ (Moritzburg)
    • Dienstkleidung für das Personal in Schloss Wackerbarth 
    • Kostüm für das Prinzenpaar zum Fasching in Wittichenau
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    • Historische Kleider aller Epochen
      für Damen, Herren und Kinder.
    • Anfertigung nach Figurinen-Entwürfen
      und Bildvorlagen
    • Uniformen nach historischen Vorlagen
    • Accessoires 

     




    • Maßanfertigung von Damen- und Herrenbekleidung,Bild_061-1
    • Abendkleidung, Ballroben, Kostüme, Mäntel, 
    • Anzüge, Korsagen, Brautkleider...
    • Schnittherstellung, Modellschnitte für jeden Typ,
    • Erstellung von verschiedenen Schnittmustern,
    • Einführung in Schnittkonstruktionen,
    • Maßänderungen 
    • Accessoirs

     


Presse SZ vom 11.02.12

Die Frau, die Aschenbrödels Ballkleid nähte

Von Jens Fritzsche

Ilona Kaiser aus Großerkmannsdorf hat für die Sonderschau in Moritzburg gearbeitet. Und gehört dafür eigentlich ins Guinessbuch.

Gäbe es einen Wettbewerb im Guinessbuch der Rekorde, bei dem es darum geht, wer den Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ am häufigsten gesehen hat, Ilona Kaiser aus Großerkmannsdorf bei Radeberg hätte beste Chancen. Weit über 100 Mal hat sie die deutsch-tschechische Kinoproduktion allein in den vergangenen beiden Jahren angeschaut.


„Allerdings habe ich mein Hauptaugenmerk auf die Kleidung der Schauspieler gelegt“, verrät sie dann – und das verwundert nicht wirklich. Denn Ilona Kaiser ist von Beruf Schneidermeisterin und hat für die noch bis Ende Februar laufende Sonderausstellung zum Aschenbrödel-Film auf Schloss Moritzburg jede Menge Kostüme der Filmfiguren geschneidert. „16 Stück sind es bis jetzt geworden“, sagt sie. Mit dabei das Ballkleid von Aschenbrödel. „Das war nicht ganz so einfach, weil da ein Phönix aufgenäht werden musste – schließlich soll ja jedes Detail stimmen“, findet sie. Zwischen zehn und 40 Stunden hat die Großerkmannsdorferin dann an jedem Kostüm gearbeitet. „Außer beim König, da habe ich fast 70 Stunden reingesteckt, das war richtig aufwändig!“

Dazu hat Ilona Kaiser den Film immer wieder angehalten, hat die Kleider genau studiert, hat sie abgemalt, hat sogenannte Figurinen gezeichnet, nach denen sie dann die Kleider schneidert. „Zudem habe ich auch die passenden, ganz speziellen Stoffe weben lassen – die Fans wollen schließlich, dass alles genauso aussieht wie im Film“, erklärt die Großerkmannsdorferin. Und findet sich bestätigt, „wenn sich Leute bei mir melden und sagen, sie finden meine Arbeiten in der Ausstellung wunderbar“. Das passiert gar nicht so selten, fügt Ilona Kaiser hinzu. „Mein Name steht ja an den Modellen, dann suchen die Leute im Internet und rufen mich an.“ Nur mit den Schauspielern konnte sie noch nicht reden. „Rolf Hoppe, der den König gespielt hat, war zwar bei der Ausstellungseröffnung, aber da war er so umlagert, da wollte ich nicht auch noch nerven“, sagt Ilona Kaiser. Sie hält sich sowieso lieber im Hintergrund. „Ich erfreue mich an den Kleidern, und bin dann schon ein bisschen stolz“, gibt sie aber zu.

Die gelernte Damenmaßschneiderin ist seit über 30 Jahren Handwerksmeisterin, „und genauso lange bin ich nun auch schon selbstständig“, sagt Ilona Kaiser, die vor einem Jahr in die Heiderandsiedlung in Großerkmannsdorf zog. „Ein wunderbarer Beruf, auch wenn man natürlich nicht jeden Tag das Ballkleid für Aschenbrödel näht“, sagt sie dann lachend.

 

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